Gesundheitsberater Ausbildung Schweiz

Gesundheitsberater/innen arbeiten mit Menschen und geben ihnen Ratschläge, wie sie ihre Gesundheit bewahren und verbessern können. Die Ausbildung zum/zur Gesundheitsberater/in in der Schweiz vermittelt sowohl medizinisches Fachwissen als auch Kenntnisse von alternativen Methoden der Prävention und Behandlung.

Was machen Gesundheitsberater/innen?
Gesundheitsberater/innen, auch Prävensanolog/innen genannt, sind in der Gesundheitsprävention tätig. Sie beraten und behandeln gesunde Menschen oder Menschen, die leichte gesundheitliche Beschwerden wie etwa Kopf– oder Rückenschmerzen oder Verstopfung haben. Die Berater/innen führen an ihren Klienten Maßnahmen durch, die der Erhaltung oder Wiederherstellung der Gesundheit dienen. Auch Frauen, die unter Menstruationsbeschwerden leiden, gehören mitunter zu der Klientel eines/einer Gesundheitsberater/in.

Zur Expertise von Gesundheitsberater/innen gehören medizinisches Fachwissen, Kenntnisse aus der Ernährungswissenschaft sowie Wissen zu Naturheilmitteln und mentalem Training wie beispielsweise Meditation.

Gesundheitsberater/innen bieten sich beruflich viele Möglichkeiten in verschiedenen Einrichtungen oder auch in der Selbstständigkeit. Fertig ausgebildete Gesundheitsberater/innen finden zum Beispiel Arbeit in privaten Praxen, Einrichtungen der betrieblichen Gesundheitsprävention sowie Fitnessstudios oder Wellnesszentren. Eine Ausbildung zum/r Gesundheitsberater/in mit Diplomabschluss können Sie zum Beispiel hier absolvieren.

Voraussetzungen für eine erfolgreiche Bewerbung
Interessierte, die sich für die Gesundheitsberater Ausbildung Schweiz bewerben wollen, brauchen keine Erstausbildung. Gute schriftliche und mündliche Deutschkenntnisse sowie ein guter körperlicher und geistiger Zustand reichen für die Zulassung aus. Außerdem sollten Sie das 18. Lebensjahr vollendet haben.

Inhalte und Dauer der Gesundheitsberater Ausbildung Schweiz
Die Ausbildung zum/zur Gesundheitsberater/in in der Schweiz dauert zumeist zwei Jahre. Themen der Ausbildung sind alternative Präventions- und Behandlungsmöglichkeiten gesunder und kranker Menschen. In einem ersten Schritt lernen die angehenden Gesundheitsberater/innen dafür die Anatomie und Physiologie des menschlichen Körpers sowie seine Pathologie kennen. Auch Erste-Hilfe-Maßnahmen sind Bestandteil der Ausbildung. Anfangs beschäftigen Sie sich also mit medizinischem Fachwissen, beispielsweise auch der medizinischen Diagnostik und der Hygiene sowie der Infektionslehre.

Ein weiterer Teil der Ausbildung sind Krafttraining sowie Trainings- und Ernährungslehre. Da viele Menschen in der modernen Gesellschaft unter Rückenproblemen leiden, wird hier je nach Anbieter häufig besonderer Wert auf das Training der Rückenmuskulatur gelegt.

Die Ausbildungsinhalte werden durch das Erlernen alternativen medizinischen Wissens abgerundet. Dazu gehören Kenntnisse zu Heilmitteln und Heilpflanzen sowie Homöopathie. Darüber hinaus lernen Sie, wie Sie Massagen und Mentaltrainings durchführen und Wickel- und Fangopackungen anwenden.

Zu guter Letzt sollten Gesundheitsberater/innen auch wissen, wie man einen Betrieb organisiert und Beratungsgespräche führt. Daher lernen Sie die grundlegenden Fähigkeiten des Verkaufs von Produkten sowie die Grundlagen der psychologischen Gesprächsführung kennen.

Zukunftsaussichten als Gesundheitsberater/in
Da die Ausbildung so vielseitig ist, sind die Chancen gut, auf dem Arbeitsmarkt eine Stelle als Gesundheitsberater/in zu finden. Zusätzlich machen der steigende Stress in unserer Gesellschaft und die Tendenz zur Büroarbeit Jobs in der Gesundheitsberatung gerade unerlässlich. Die meisten Menschen in der westlichen Welt essen nicht nur zu viel beziehungsweise zu ungesund, sondern bewegen sich auch zu wenig. Übergewicht sowie Muskelverspannungen und Rückenschmerzen sind keine Seltenheit. Immer mehr Menschen leiden unter chronischen Erkrankungen, viele erkranken auch psychisch, etwa an Formen der Depression wie Burn-out. Beratung ist also nötig – und diesen Bedarf erfüllen Gesundheitsberater/innen. Die Nachfrage nach qualifizierten Fachkräften wird also in Zukunft eher steigen als sinken.